Mittel

 

[Firmenlogo-Bild]

Home
Nach oben  

 

Hier herrscht der eigentliche Mangel in St. Petersburg. Es müßte viel mehr Mittelklasse-Häuser geben - ich kenne nur 12 größere. Wenn jemand die Absicht hat, in diesem Bereich zu investieren: Ich halte das für eine sichere Bank. Das, was da ist, verdient sich mit allgemein mäßigem Service und hohen Preisen dumm und dämlich. Die mittlere Auslastung der Hotels dieser Klasse soll bei deutlich über 60% liegen - trotz extrem ruhigem Winterhalbjahr und frechen Preisen von Mai bis September.

 

4 Sterne nur für die Fassade: Das Petro-Palace-Hotel

Es hätte angesichts der wirklich optimalen Lage des Hotels mitten in der Innenstadt auch wenig Verwunderung ausgelöst, wenn man mir gesagt hätte, hier entstehe hinter der wirklich schönen Fassade ein neues 5-Sterne-Luxushaus. Es ist US-amerikanisches Geld verbaut worden und das Ergebnis ist auf den ersten Blick wirklich prächtig.

Inzwischen gibt es aber eine lange Reihe sehr kritischer Stimmen zu dem Haus. Der Vorteil der netten baulichen Ausstattung wiegt dies nicht mehr auf.

Die Zimmer sind sehr unterschiedlich und teils wirklich sparsam eingerichtet (Deluxe-Zimmer sind gross und gut). Im Winter hatte ich mehrere Rückmeldungen, daß enorm schlecht geheizt wurde - es war schlicht kalt, gerade in der Bar unter dem Dach sogar extrem kalt, wie ich mich im Januar 2006 zuletzt selbst überzeugen konnte. Eine Reihe von Einrichtungen (Restaurant, Bars) macht nach Gutdünken auf und zu. Der Service ist durchwachsen: Wir hatten selbst ganz erhebliche und teure Probleme mit dem Management und vor allem der Reservierung im Hinblick auf deren Verlässlichkeit. Es gibt Berichte von einer Agentur, die eine Reihe von Gästen bei mehreren Gelegenheiten in der Saison 2005 trotz bereits bezahltem Aufenthalt nicht unterbringen konnte. Das Haus war rücksichtslos überbucht worden. Es war danach wohl zusätzlich problematisch, das Geld vom Hotel zurück zu bekommen. Das ganze klingt eher nach altem sowjetischen Stil, als nach dem Russland des Jahres 2007. Die Freundlichkeit des Service ist durchschnittlich. Die Rezeption / der Front-Desk sicher der netteste (kompetenteste) Teil des Hauses. Die Mitarbeiter stehen insgesamt sichtlich unter Druck. Das mäßige Frühstück wird in einem fensterlosen, geschmacklosen Raum gereicht, obwohl ein wirklich nettes Restaurant zur Verfügung stände.

Im Internet gibt es zum Hotel einige wenige Infos und die hohen offiziellen Raten (im Winter gab es über Buchungssysteme Raten ab 85 €): Petro Palace

 

Ambassador: Günstige Zimmer in der Nebensaison.

Ein Hotel sucht seinen Stil ... zwischen nüchtern, Zuckerbäcker und Jazz schwankt das hier wild hin und her. So wie sich der Designer offenbar nicht entscheiden konnte, irgendeinen Fettnapf auszulassen, so schwankt auch der Service. Wir hatten unterschiedlichste Rückmeldungen von hier. Mit dem Petro Palace teilt man offenbar nicht nur das russische Management, sondern auch die schlechte Beheizung im Winter und die teils extrem unhöflichen Mitarbeiter.

Die Küche erinnernte Anfangs an die schlechtesten Tage im Europa vor 4 Jahren: Sehr teuer, aber qualitativ nicht toll. Inzwischen (Ende 2006) ist die Küche recht gut geworden und der Service auch auf gutem Niveau. Trotz des fast neuen Gebäudes ist es aber nach wie vor nur ein Mittelklasse-Haus. Vielleicht wird das aber demnächst noch etwas

Die Zimmer gibt es über Agenturen in der Nebensaison schon ab 80 €, dann geht das ganz in Ordnung, da ein nicht schlechtes Frühstück geboten wird. Die Lage ist noch zentral, aber ohne jeden Charme. Der Höhepunkt des Hauses ist der wirklich spektakulär schöne Blick vom Restaurant aus über die Innenstadt.

Homepage (genauso chaotisch, wie der Rest des Hauses)

 

Andersen Hotel: Eine verloren geglaubte Spezies

Hier hat ein Investor das gebaut, was der Stadt wirklich fehlt. Ein sauberes, ordentlich geführtes Mittelklassehotel für Touristen, die keine 100 € pro Nacht ausgeben können und wollen. Mit 140 Zimmern ist das ein wesentlicher Neuzugang am in der Saison völlig überlasteten Hotelmarkt. Die Lage ist nicht toll, aber in Reichweite des Zentrums (Petrograder Seite). In der Nebensaison ist das Haus über Agenturen ab 50 € zu bekommen. Solides Frühstück, solider Service mit einem professionellen Lächeln. Insofern eine Empfehlung.

Internet: Andersen (ganz gut gemacht)

 

Ein weiterer "Neuzugang" in der Mittelklasse: Das Helvetia Suites.

Es gibt inzwischen etwa 20-30 kleine B&B Pensionen in der Stadt, die unter 10 Zimmer und einen sehr sehr unterschiedlichen Standard haben (hierzu gibt es eine eigene Seite Mini Hotels). So hat auch das Helvetia Suites angefangen, als Madeleine Luethi 1992 Ihr "Swiss Center" aus der Taufe hob. Inzwischen, insbesondere nach der Erweiterung 2002/2003 ist ein richtiges Mittelklassehotel mit immerhin 40 Zimmern daraus geworden. Eine gute Adresse. Am Hotel befindet sich auch das Konsulat der Schweiz und das Schweizer Restaurant Marius. Es ist aber russisches Geld, welches da - sehr geschickt - verbaut wurde. Die Zimmer kosten bei Direktbuchung in der Nebensaison ab 150 € und über Buchungssysteme 110 €, inzwischen also recht teuer. Alle Zimmer und Suiten haben Bad, WC, Sat-TV, Telefon und Minibar. Der Service ist gut. Die Lage an der Marata, unweit des Nevsky, ist nicht so schlecht. Der Service unterschiedlich. Fast Oberklasse alles in Allem.

Internet: Helvetia Suites

 

Das Flughafenhotel: Park Inn Pulkovskaja

Obwohl immerhin schon im Stadtbereich an einem monumentalen Platz in Metronähe gelegen, ist das Pulkovskaja das nächste Hotel vom Flughafen aus. Wie das Pribaltiskaya ordnet sich auch das Pulkovskaja selbst unter den 4 Sterne Hotels ein. Das Pulkovskaja ist nahe dran. Insgesamt trotz der 1600 Betten und unzähligen Touristengruppen ein relativ aufmerksamer Service, viele Einrichtungen und ein zumindest durchgängig sauberer Zustand sind Pluspunkte. Wer als Tourgast hier landet, wird als Tourgast (schlecht) behandelt, aber als Individualreisender kann man sich nicht beschweren. Der Service macht da zumindest an der Rezeption scharfe Unterschiede. Obwohl 13 km vom Zentrum entfernt, ist die Anbindung durch die nahe Metrostation dennoch gut. Charme hat das Hotel wenig bis keinen, aber es ist ordentliche Mittelklasse. Auch hier ist der Preis mit rund 110 € pro Einzelzimmer und 130 € für das Doppel zu hoch. Helmut Kohl hat es nicht gestört, als er es vor vielen Jahren als Residenz anläßlich seines Staatsbesuchs wählte. Eventuell hatte er eine Sonderrate - bucht man über einen Reiseservice, bekommt man das Pulkovskaja nämlich schon ab 70 € und dann geht es wirklich völlig in Ordnung. Es gibt mehrere neue Restaurants und Bars, wobei die großräumige Paulaner Bierbar mit verglaster Minibrauerei wirklich nett ist. Aber auch die anderen neuen Einrichtungen sind geschmackvoll und durch den neuen verglasten Wintergarten wirkt die Hotelhalle viel freundlicher. Alle Zimmer haben neue Betten bekommen, einige auch neuen Fußboden. Der Direktor des Hauses war Deutscher und wurde im April 2005 durch einen der Papierform nach gut qualifizierten russischen Direktor abgelöst.

Internet: Pulkovskaja

 

Neu eingerichtet in 2000: Das Best Western Neptun

Man sollte sich nicht vom ungewöhnlichen Äußeren verschrecken lassen: Das als 3 Sterne Haus firmierende Hotel ist in der Mittelklasse derzeit eines der mit am besten ausgestatteten Häuser. Insbesondere die  westlichem Mittelklasse-Standard entsprechenden Zimmer sprechen für das Haus. Der große Pool (extra zu zahlen, wie auch das Fitnesscenter) ist einer der ganz wenigen empfehlenswerten in der Stadt. Die Lage ist zumindest nahe am Zentrum an einem Kanal und einer Hauptstraße - nicht besonders toll. Der Service ist echt russisch ("Best Western" ist nur ein Franchise System, kein Management) - das hat sich leider in den letzten Jahren nicht verbessert.  Die Preise sind mit rund 110 € pro Zimmer ein wenig zu hoch. Das Bild oben zeigt den Anblick von der Straße her. Der neue Teil ist wirklich guter internationaler Standard. Das im Haus befindliche riesige Fitneßcenter mit großem Pool ist ein echtes Plus, allerdings riecht es für empfindliche Nasen im ganzen Haus etwas nach dem typischen Schwimmbad/Fitneßcentergeruch. Die Klimatisierung ist etwas schwach.

Internet: Neptun (nur auf russisch), oder über BestWestern (steht aber nicht viel)

 

Sowas gibt es: Matisov Domik Hotel

Ein mittelgroßes Hotel am Rande des Zentrum. Mit persönlicher Note ausgestattet und zu einem Preis, der völlig Ordnung geht (60 bis 120 € pro Zimmer, alle ordentlich). Zum Hotel gehört eine ordentliche Sauna und der Service ist nicht schlecht, manchmal sogar richtig gut. Leider hat das Haus nur gerade mal 60 Betten und liegt mit dem Rücken zum Seehafen, also noch im Zentrum, aber an dessen Rand. Die Verbindung mit billigen Privat-Taxis ist aber gut. Die meisten Besucher sind Geschäftsleute, die mit den Werften und Betrieben am Hafen zu tun haben. Gelegentlich auch finnische Bustouren. Besonderes Lob: Auch während der Festwoche 2003 haben die hier nicht angefangen zu spinnen, nur 10 €  Zuschlag pro Tag waren angemessen. Einige der älteren Zimmer machen inzwischen (Anfang 2005) einen abgewohnten Eindruck. Trotzdem: Ein gutes und insbesondere wegen des Service und der netten Atmosphäre empfehlenswertes Haus.

Internet: Matisov Domik

Werbung in eigener Sache: Das Angleterreist eines der Häuser am Platz mit denen wir inzwischen als Philipp Reisedienst einen Vertrag und entsprechend günstige Raten haben. Fragen Sie uns !

 

Das neue Hotel Dostojevsky (Ende 2003 eröffnet)

Vladimirskiy.ru: PhotoreportEchter Zuwachs in der Mittelklasse: Am Vladimirsky-Platz im Zentrum ist eine Einkausfpassage entstanden, zu der auch ein Hotel namens "Dostojevsky" mit 240 Betten gehört. Seit Januar ist das Hotel eröffnete und hier ist ein ordentliches Mittelklassehaus in guter Lage entstanden. Die Preise waren angemessen: In der Vorsaison konnte man die absolut neuen und sehr ordentlichen Zimmer ab 70 € für das Doppelzimmer mit Frühstück genießen. Ein guter Preis. Leider hat sich das in der Saison 2004 auf 150 € mehr als verdoppelt und ist mithin für die Mittelklasse zu teuer. Sauberkeit und Service wurden von den ersten Gästen gemischt mit Lob und Tadel kommentiert. Sehr ausführliche und wiederholte Beschwerden zur Sauberkeit in 2005 und auch 2006 lassen mich mit einer Empfehlung des ansonsten interessanten Hauses vorsichtig sein.

Internet: Dostojevsky

 

Japanisches Geld am Rande des Zentrums: Deson Ladoga

Etwas außerhalb gelegen, aber das Zentrum ist gut zu erreichen und das 1997 mit japanischem Geld renovierte, ergo auch häufig von japanischen Gästen frequentierte Haus gilt als ausgesprochen ordentlich. Das Frühstück soll schlecht sein, insbesondere der Kaffee ist es tatsächlich. Das Hotel kommt optisch in die Jahre und müßte mal wieder überholt werden.

Internet: Deson

 

Copyright © 2000 "Unsere Datscha in Toksovo", Maria & Klaus Horst Philipp (Adresse)
Stand: 15. Januar 2007
Senden Sie Ihre e-mail mit allen Fragen oder Kommentaren an: 
info@toksovo.de ... wir freuen uns über Ihre Nachricht !