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Wir haben unsere Tochter am 18.08.2002 in St. Petersburg in der Petrikirche christlich taufen lassen. Nachfolgend für alle Gäste und besonders auch für die Freunde unserer Familie, die nicht dabei sein konnten, die Bilder dieses wunderbaren Tages und etwas Text.
Wir fühlten uns damals sehr gut aufgehoben und die Geschichte dieser evangelischen Kirche hat uns gefallen: Gegründet für die vielen Deutschen, die von den Zaren aus dem armen Preussen oder Sachsen in die reiche Metropole geholt worden waren, ist die Kirche unter Stalin "umgenutzt" worden: Ein Schwimmbad war mitten im Kirchenschiff in den Boden gegraben worden. Nach 1989 - unter dem heutigen Bischoff der evangelischen Kirchen in Rußland und der GUS, Georg Kretschmar - ist dies mit Augenmaß zurückgebaut worden: Die Kirche ist heute gut eingerichtet, aber sehr bescheiden und man kann noch immer gut erkennen, wo einst die Sitzplätze und das Basin waren. Die Kirche steht für ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben von Russen und Deutschen - damals und heute wieder. Dafür stehen wir auch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Also endlich zur Feier: Natürlich kam der Täufling zu spät - wie auch sonst. Getauft wurde Becky von Bischoff Kretschmar selbst und das Gespräch vor der Taufe wird uns wirklich in Erinnerung bleiben. Auch seine nachdenklichen Worte zum von uns gewählten Taufspruch - auf diesem Weg noch einmal Dank dafür !
Man kann es auf dem Bild kaum erkennen, aber Becky versuchte ernsthaft, ins Tauchbecken zu springen - Sie mag Wasser. Links stehen Conny Philipp (meine kleine Schwester) und Liza Zamytskaya - die beiden Taufpatinnen. Beckys Taufspruch war "Denn dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Vernunft und Freude." (Prediger 2,26). Der Spruch ist - obwohl zunächst schlicht - im Kontext, in dem er steht, nicht ganz einfach: Vielleicht kennt der eine oder andere das Kapitel 2 aus den Predigern "Alles ist eitel". Wir haben alle drei Bedeutungen gemeint, als wir den Spruch gewählt haben: Den schlichten Wunsch zum Ersten, daß Becky der Welt / Gott gefällt und die dahinter stehenden Gedanken des alten Testaments über das häufig sinnlose Streben der Menschen zum Zweiten; zum Dritten dann die Kritik an dieser Vereinfachung des Predigers, daß alles, aber wirklich alles eitel (leer) sein soll auf Erden, außer dem Leben mit Gott. Sehr zu unserer Freude und ganz ohne Absprache, setzte Bischoff Kretschmar genau da an: Es ist nicht alles eitel, aber es ist wohl schwer im Leben, Leeres und Sinnloses vom Rest zu trennen. Genau das meinten wir. Nach der Taufe vor der Kirche mit Familie und Freunden:
Danach sind wir dann alle zur Datscha gefahren und haben den restlichen sonnigen Tag lang dort gefeiert:
Unser Engel inmitten seiner Geschenke:
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Copyright © 2000 "Unsere Datscha in Toksovo", Maria & Klaus Horst
Philipp (Adresse)
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